Vielen Dank an unsere treuen Leser!

3. Juni 2009

Discoboys09


Le Tour d’honneur

3. Juni 2009

Tja, so brach sie heute morgen an. Die wirklich letzte Etappe unseres Trips und so genossen wir zuvor das letzte Frühstück mit den Resten, die noch im Kühlschrank verblieben waren. Danach ging es relativ zügig los auf die letzten knapp 30 Meilen Richtung Salt Lake City, dem Austragungsort der olymipischen Winterspiele 2002. Da unsere Abgabestation im südlichsten Vorort der Stadt liegt, hatten wir beschlossen den dazu nächsten Campingplatz 300 Meter die Straße herunter als Nachtlager zu beziehen. Und wie bei großen Rundfahrten so üblich (gut, es war nicht wirklich eine Rundfahrt) war es nur noch ein lockeres Ausrollen. Die Wertung für die meisten gefahrenen Meilen geht an Ben, ebenso wie die Wertung für die meisten LKWs, die sich nach dem Überholen für das Zeichen zum Einscheren bedankt haben. Zwar war es mit 6:5 wohl das engste Ergebniss, aber auch das reicht eben, zumal Björn bereits mit 4:1 führte nachdem wir herausgefunden hatten, dass die Lichthupe hier anscheinend den gleichen Sinn erfüllt wie auch bei uns zu Hause. Einzig die Wertung der meisten gefahrenen Höhenmeter hat wohl Björn gewonnen, da er nach dem Ritt durch die Rockies von Denver bis Grand Junction hier bereits uneinholbar in Führung lag.

Leider endete unsere Fahrt nicht auf einer der großen Flaniermeilen der Stadt sondern in einem Industriegebiet direkt neben der Interstate. Mit dem wohl frühsten Check-In der Tour gegen 12 Uhr war dann auch die letze Frage-Antwortstunde der Fahrt vorbei. Dafür haben wir uns dann einmal erklären lassen, wie wir am besten bis in die Innenstadt kommen. Und wie in jeder guten Großstadt gibt es auch hier ein Straßenbahnnetz, dass uns aus dem entferntesten Süden bis mitten in die Stadt brachte. Ebenso wie bereits in den Städten zuvor haben wir uns ohne fremde Hilfe über den Ticketkauf bis in die richtige Bahn durchgeschlagen. Doch hier hatten wir heute dann wohl das vermeintlich größte Pech. 4 Haltestellen vor dem avisierten Ausstieg setze sich ein netter Herr gegenüber von uns auf die Bank und fragte mit mehr oder minder starkem Akzent „Sind Sie deutsch?“. Gut, höflich wie man mittlerweile hier ist, hört man sich an wieso er deutsch spricht, wo er in Deutschland gewesen ist und schwört, dass er mindestens genauso gut Deutsch spricht , wie wir englisch. Die Antworten sind fast im Voraus denkbar: Entweder er selbst oder sein Vater war bei der Army, er hat irgendwo in Süddeutschland gelebt und maximal Frankfurt/Main als nördlichste Stadt gesehen. Doch Craig wartete noch mit einer kleiner Besonderheit auf. Er war Mormone und sogar in verschiedenen Städten bereits als Missionar tätig. Und anscheinend hatte er in uns seine nächste Mission gefunden. Zufällig war er auch gerade auf dem Weg zum Tempel und konnte uns daher direkt dorthin mitnehmen und bot uns gleich an eine Führung zu organisieren. Da wir in den 3 Wochen mittlerweile wenigstens die wichtigsten amerikanische Tugenden perfekt kopiert haben, sind wir im höflich gefolgt und haben in jedem 2. Satz die Freude über unser zufälliges Treffen ausgedrückt. Zuerst landeten wir in einem Gebäude in dem ein Film (sogar auf deutsch) laufen sollte. Leider hatte die Vorstellung bereits begonnen und so wurden wir in das naheliegende Visitorcenter verwiesen. Schnurstracks vorweg ging Craig, der anscheinend in seiner Mission aufzugehen schien. Wir folgten brav und wurden einer weiteren Dame als nette sympathische Junge Herren aus Deutschlandvorgestellt. Mmh, wie er darauf kam blieb uns ein Rätsel, schließlich hatten wir kurze Hose, „Freizeitschuhe“ und ein einfaches  T-Shirt an. Dazu die Sonnenbrille im Haar und insgesamt einfach den typischen Touri-Look. Nunja, wie dem auch sei, auch sie offenbarte uns ihre Deutschkenntnisse und eilte dann unmittelbar zum Telefon, um für uns eine persönliche Führung auf deutsch zu organisieren. Gesagt, getan. Innerhalb von 5 Mintuten standen Sister Hofmann und Sister Olsen vor uns. Erstere kam direkt aus Zürich in der Schweiz, letztere aus Arizona und somit wohl mehr als schmückendes Beiwerk gedacht. Denn wie wir feststellen mussten, scheint auch in der Kirche der Heiligen der letzten Tage insgeheim der Slogan „Sex sells“ zu gelten. TheTempleOfLoveVielleicht nicht wie man ihn aus anderen Bereichen der Vereinigten Staaten kennt mit viel Haut & co. Aber nach zufälliger Auswahl aus den Bewerber, die sich mit Lebenslauf für diese Missionarsaufgabe bewerben müssen, sah es wirklich nicht aus. Fast ausschließlich junge Schwestern aus Ländern wie der Schweden, Brasilien und der Schweiz führten Touristengruppen in den unterschiedlichsten Sprachen durch die Tempelanlage. Tja, und so genossen auch wir eine 45 Minuten Führung durch diese riesige Anlage. Dabei standen uns die beiden jederzeit Rede und Antwort. Leider wichen sie dann aber doch bei der ein oder anderen kritischen Frage, die wir uns natürlich nicht verkneifen konnten aus oder verwiesen auf ihre netten Missionarskollegen in Deutschland, die uns gerne weiterhelfen würden. So hieß es dann nach dem Ausfüllen eines entsprechenden Feedbackbogens „Servus“ sagen und die neu gewonnen Eindrücke zu verarbeiten. Und wo geht das besser als in der freien Natur. Daher marschierten wir ohne Umwege zu unseren neuen Freunden, den Elchen, die netterweise auch hier eine kleine Dependance quasi im Schatten des Tempels eröffnet haben. Hier noch ein paar Kleinigkeiten erworben und dann die halbe Stunde zurück Richtung RV. Schnell noch das letzte Abendessen kaufen und den Tank füllen und jetzt heißt es vorbereiten auf den Abflug morgen. Die Koffer sind gepackt, der Wagen auf hochglanz gebracht (zumindest so wie man es von zwei Männern erwarten kann) und alles nicht mehr benötigte in den großen Container um die Ecke geworfen. Das letzte Bier ist mittlerweile auch geleert und so heißt es wirklich nur noch warten. Aber vielleicht genau die richtige Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Also was behalten wir an Erinnerungen an diese Reise:

- Amerikaner reisen grundsätzlich in einer anscheinend als Gentlemen’s Agreement beschlossenen Reiseuniform bestehend aus beiger Hose, hellbauem Hemd und dunkelblauem Sacko

- Selbst eingefleischte Sauerländer finden Nebraska langweilig

- Während man in Denver ist, sollte man mindestens einmal in Katie Mullen’s Pub in der 16th Street Mall diniert haben

- Versuche nie den Grand Canyon an einem Tag zu bezwingen, es sei denn du bist ein Discoboy

- Kein Vegas ohne Big Shot

- In Vegas gibt es nichts umsonst

- Das Qualitätsversprechen von McDonalds, dass der BigMäc überall gleich schmeckt, gilt für uns als bewiesen

- Versuche Craig nicht in der Bahn über den Weg zu laufen

And last but not least:

- Keep your arms and legs inside and remain seated during the whole ride

Nun, das scheint es wohl wirklich gewesen zu sein mit dem Discoboy’s Blog 2009 Blog. In typisch amerikanischer Manier möchten wir sagen, es war eine Ehre diese Reise mit euch teilen zu dürfen, es war eine Ehre, dass ihr unsere Leser wart. Also bis bald, bleibt gesund und vielleicht auf ein neues im Jahr 2010.


Zion Xpress

2. Juni 2009

Seit 8 Tagen nun die erste Nacht ohne Klimaanlage. Und das tat so gut, dass wir in blindem Einverständnis die noch abends beschlossene Frühstückszeit um 1,5 Stunden nach hinten verschoben haben. ZionNach dem ersten
ausgiebigen Frühstück nach ebenfalls 8 Tagen ging es dann im kostenlosen Shuttlebus den Canyon hoch. An den, dankenswerterweise von einer Bandstimme angesagten, besten Aussichtspunkten verließen wir das Shuttle und sorgten dafür, dass nun endlich die Speicherkarte unserer Digitalkamera voll ist. Aber es sei an dieser Stelle versprochen, dass noch einige ehenswerte Aufnahmen heute dazu gekommen sind.
Dank des Shuttles haben wir Zion in nur 2 Stunden vollständig besichtigt. Zugegeben ein wenig kurz, aber leider ließ es der Zeitplan gar nicht anders zu. So ging es dann am Nachmittag auf die fast schon letzte Etappe Richtung Salt Lake City. Sie endete gut 40 Meilen davor auf einem ruhig gelegenden Campingplatz in Provo.ProvoStorm Leider wurde die Ruhe durch einen ordentlichen Sturm, gepaart mit einem heftigen Schauer, unterbrochen und so sitzen wir nun im RV und versuchen zum Abschluss unserer Reise noch die Krupp Triologie zu Ende zu schauen. Und morgen geht es dann auf die wirklich letzte Etappe Richtung „Großer Salzsee“…


On the Road again

2. Juni 2009

Da der Schlaf doch ein wenig zu kurz gekommen war, haben wir heute morgen beschlossen nach dem auschecken noch ein paar Minuten auf dem angrenzenden Parkplatz zu rasten. Diese Idee stellte sich jedoch als ein wenig unglücklich heraus, da die Temperatur im RV binnen einer Stunde auf bestimmt 50 Grad kletterte. Daher war es zum ersten Mal eine Wohltat an die frische Luft zu gehen, da diese Abkühlung bot. Also beschlossen wir dann doch zu fahren, denn so funktionierte dann zumindest die Klimaanlage im Cockpit. Zielsicher mit Hilfe des durch die Familie Hollensteiner (Anmerkung der Redaktion: The Discoboys sind verpflichtet diese Angabe zu machen! ;) ) zur Verfügung gestellten Navigationssystemes verließen wir über die I15 Las Vegas in Richtung Zion National Park. Die Fahrzeit betrug zum Glück nur 3 Stunden, war aber aufgrund der eintönigen Umgebung nur wenig abwechslungreich. OnTheRoadAgainDoch mit Erreichen des Parks änderte sich dies vollkommen. Ein grünes Tal zwischen den roten Gesteinformationen die uns nun schon die Hälfte unserer Reise begleiten. Da waren die 25 $ Eintritt kein großer Schmerz, nur die Ankündigung, dass der Campingplatz bereits vollständig belegt sei, sofern wir keine Reservierung besäßen. Aber auch hier bewahrheitete sich wieder unser Motto „Versuch macht klug“ und zu unserem Glück hatte die nette Rangerin noch einen Stellplatz direkt am Fluss für uns übrig und das sogar für schlappe 20 $. Den Rest des Tages hieß es dann mal wieder Kräfte sammeln, entweder im Campingstuhl oder auf der Couch. Da unser Vorgänger netterweise noch ein paar Holzscheite hinterlassen hatte, endete der Abend mit einem urigen Lagerfeuer und Marshmallows.


We’ve done the Big Shot(s)

2. Juni 2009

Wie angekündigt haben wir uns natürlich am Freitag abend noch unserer größten Herausforderung in Vegas gestellt, dem Big Shot auf dem Stratosphere Tower.
Für knapp 21 $ ging zunächst hinauf auf ca. 280 m. BigShotDer Stratosphere Tower ist damit immerhin das höchste Gebäude westlich des Mississippi.
Im 108 Stock angekommen hatten wir zunächst einen fantastischen Überblick über Las Vegas. Auf der einen Seite Vegas Downtown, auf der anderen Seite the Strip.
Nach den obligatorischen Fotos dieser Millionen von Lichtern ging es dann noch einmal 2 Stockwerke höher. Und dort standen wir dann vor dem höchsten Fahrgeschäft  der Welt. Es ist schon beeindruckend, wenn Leute auf einmal mit knapp 75 km/h 50 Meter in die Höhe geschossen werden. Aber noch beruhigten uns ein Drehkreuz und der immer noch überwältigende Ausblick. Kurz danach saßen wir dann jedoch selbst in einem dieser roten Sitze, fest angegurtet und ohne Weg zurück. Naja, das ganze wäre wohl auch nicht so schlimm gewesen, wenn es nicht ausgerechnet ein Landsmann gewesen wäre, der wegen deutlich zu großer Fülle im Bereich der Magengegend leider den Schulterbügel nicht schließen konnte. Ausgerechnet im Land der Wohlbeleibten, in dem jede Portion mindestens XL ist und T-Shirt Größen bis XXXXXL verwendet werden. Sicherlich einer der peinlichsten Momente in seinem Leben, weshalb er wohl auch recht wortlos von der Plattform verschwand und nie wieder gesehen ward. So schnell wie er verschwand, so schnell stieg unser Adrenalinpegel. Dabei noch ein lustiger
Mensch am Bedienpult, der versuchte die Stimmung mit ein paar Witzchen aufrecht zu erhalten. Aber dann ging es endlich los. Fünf, vier, drei, zw… und schon ging es nach oben. Wow, was für ein Gefühl. Der Magen noch in der 109. Etage, mit dem Rest schon 50 Meter höher. Dabei kurz den Ausblick auf Downtown genossen, bevor es dieselbe Strecke im freien Fall wieder nach
unten ging. Die schmale Plattform des Towers verschwand dabei gänzlich im Dunkel der Nacht, so dass wir kurzzeitig das Gefühl hatten zu fliegen. Das Foto zeigt dann, wie man dieses Gefühl in einer solchen Höhe erlebt. :-)

Unser letzter Tag in Vegas war straff durchorganisiert. Bereits um 11 ging es wieder los auf den Strip. Zunächst noch ein paar Hotels besichtigen und in die entsprechenden Player Clubs eintreten, um die wohl angepriesenen Boni abzustauben. So gab es im Wynn 10 $ „Spielgeld“ und im Hooters soger 105 $. Nunja, das große Glück war uns zwar nicht hold, dennoch haben wir unsere ausgedörrten Brieftaschen mit jeweils sage und schreibe 10 $ gefüllt. Diese hieß es dann beim großen Excalibur Buffet wieder in Nahrhaftes umzusetzen. Für sage und schreibe 19 $ hatten wir hier die Auswahl zwischen zahlreichen speisen aus den Hauptkulturkreisen der Touristen in Las Vegas. Nach 4 Hauptgängen waren unsere Mägen dann mit der entsprechenden Grundlage für den Abschlussabend ausgestattet.StratosphereTower
Erstes Ziel während der Happy Hour war das berühmte Coyote Ugly, bevor es dann in den angrenzenden Nightclub „Rok“ ging. Edel anmutend, aber zu unserer Überraschung mit dem entsprechenden Flyer ohne
Eintritt. Wie das Studio 54 verdient das auch dieser Club 5 Sterne, auch wenn der Bacardi-Cola hier schlappe 10 $ kostet. Und damit ist nicht ein typisch amerikanischer Pitcher gemeint, sondern ein kleines Whiskeyglas. But once again, it’s Vegas Baby!


Off-Strip Erlebnisse

30. Mai 2009

DaylightNach der durchtanzten Nacht im Studio 54 und dem zu bewundernden Sonnenaufgang gegen 5:30 über dem Strip, hieß erstmal wieder die körperlichen Reserven bei ständig laufender Klimaanlage auffüllen. Kurzfristiger Topic für den heutigen Tag war ein Einkaufszentrum jenseits des Strips, das Ben in einer der kostenlosen Magazine ausfindig gemacht hatte. Das dort angebotene Objekt der Begierde war ein Hut für unschlagbare 12,95$. Da laut Google Maps Routenplanung der Weg dorthin zu Fuß in nur 20 Minuten machbar war, hatten wir beschlossen dieses kleine Abenteuer auf uns zu nehmen, auch wenn dies eine erneute Wanderung bedeutete. Also ging es nach einer kurzen Busfahrt von 2 Haltestellen mit dem von gestern noch gültigen 24-Stunden-Ticket zu Fuß los in den nicht glitzernden Teil von Sin City. Lagen die ersten paar hundert Meter noch kleinere Übernachtungsmöglichkeiten und Pfandleihhäuser auf unserem Weg, hatten wir diese nach 10 Minuten Fußmarsch aber auch hinter uns gelassen und gingen mitten durch eine Wohngegend (diese war deutlich erkennbar durch Häuser, Schulen und Kirchen ganz ohne Leuchtreklametafeln, wie z. B. Welcome to the Gonzales’! oder „Amen!“).  Anscheinend lebten hier aber nur Bürger mexikanischer und teilweise afro-amerikanischer Abstammung. Dieses wurde unter anderem daran deutlich, dass sämtliche Plakate nicht mehr auf englisch sondern auf spanisch waren. Schon ein merkwürdiges Gefühl wenn man so durch eine Straße geht und von allen Vorbeigehenden mehr oder weniger irritiert angestarrt wird (Okay, trugen beide Flip-Flops…). Als dann zur Krönung des Ganzen das Einkaufzentrum nicht an dem von uns erwarteten Ort aufzufinden war, haben wir das Projekt abgebrochen und versucht uns auf möglichst direktem Weg wieder in die heile Welt des Strip zu begeben. Gut, den auf dem Weg liegenden 99 cent Laden konnten wir nicht ungeachtet an uns vorübergehen lassen, so dass wir hier nochmal kurz halt machten. „Everything less then 99 Cent!“ lautete hier das Motto. Und tatsächlich, das Versprechen wurde  eingehalten. Besonders zu erwähnen ist vielleicht noch das Sortiment für diesen Preis: Lebensmittel (Obst und Gemüse, Nudeln, Wurst & Käse, Brot, Süßigkeiten, …), Haushaltswaren und Getränke. In der hinteren Ecke gab es auch noch eine Art Baumarkt inkl. Dekozubehör! Und gar keine so schlechte Qualität zu diesem Kurs. Wir entschieden uns für ein typisch amerikanisches Erfrischungsgetränk, was – wie wir ja aus Denver wissen – auch  als Muttermilchersatz verwendet wird und etwas Süßes für den Rückweg ;) Um nicht den gleichen Weg zurückzuwandern, entschieden wir uns für den ÖPNV in Las Vegas. Denn auch hier galt unser 24h-Ticket. Der Standard des Deuces (der „Strip-Bus“ ;)   ;) ;) ) konnte nicht ganz gehalten werden, sodass wir in der Nähe des Las Vegas Boulevard ausgestiegen wurden. Der Busfahrer – wie übrigens alle hier! – informierte uns freundlich und lautstark, dass wir an dieser Haltestelle austeigen müssten, um zum Strip zu gelangen. Auch hier kam uns unser sicheres Auftreten in der Touri-Uniform sicherlich zu Gute!

Heute abend wollen wir den Big-Shot auf dem Stratosphere-Tower genießen und das ein oder andere Erinnerungsfoto schießen! Mal sehen, was uns so erwartet!


Loosing money on the Strip

30. Mai 2009

Auch der gestrige Tag begann wie jeder andere hier mit gründlichem ausschlafen. Da die Sonne heute durch wirklich nicht eine einzige Wolke verdeckt wurde, haben wir uns zunächst einmal eine Stunde an den Pool gelegt. Und außer im Wasser konnte man es dort auch wirklich nirgendwo aushalten, da es bestimmt mehr als 40 Grad dort waren. Den Nachmittag haben wir dann nochmal dazu genutzt die etwas träge amerikanische Wirtschaft in Schwung zu bringen. So sind wir nun bereits zum 3. Mal in unserer Lieblingsmall gewesen und daran anschließend noch im neuen Hard Rock Cafe Merchandising Store direkt am Strip. mumDirekt neben letzterem befindet sich eine von 3 m&m Worlds. Logisch, dass wir als eingefleischte m&m’ler hier natürlich einen Blick hineinwerfen mussten. Und dort gab es wirklich alles Erdenkliche in allen Formen und Farben zu kaufen. Highlight war die m&m Wand an der es die beliebten Schokolinsen nicht nur in den Standardfarben, sondern auch z.B. in den Frauenfarben pink und lila gab. Einzig der Glitzer fehlte, um die dort anwesenden Frauen wahrscheinlich gänzlich aus der Fassung zu bringen. Wir wurden jedoch auf der Suche nach den einzig wahren m&m Farben petrol und orange leider nicht fündig. Der Beschwerdebrief an Herrn m&m ist aber schon verfasst und wird bei der amerikanische Kundenfreundlichkeit sicherlich nicht ohne Gehör bleiben ;-)

AmMGM Abend hieß es dann mal fein anziehen zum Ausgehen. Ziel war das „Studio 54″ im MGM Grand. Diese an das New Yorker Original angelehnte Disco war es wirklich wert gesehen zu werden und verdient 5 Discoboyssterne. Leider waren die Getränkepreise mit 10$ für einen Bacardi-Cola hier auch sehr amerikanisch. But so what, it’s Vegas Baby !


Joining the Players Club

28. Mai 2009

Und wieder geht ein Tag in Sin City zu Ende. Mittlerweile nun schon der vierte. Wow, wie die Zeit hier vergeht. Vor lauter bling,bling, tuut,ping krrrr,ding,dong verliert man hier wirklich total den Überblick, zumal das Tageslicht in den Kasinos wirklich spärlich gesäht ist. Nachdem wir uns gegen 14 Uhr dann doch aufraffen konnten einen Schritt in die knallende Wüstensonne Nevadas zu machen, hieß es erstmal wieder „We’re walking!“. Erstes Ziel sollte der Pool 25 im Stratosphere Tower sein. Nachdem wir nach einiger Fragerei endlich den Weg gefunden hatte, standen wir im 24. Stock vor einer geschlossenen Tür hinter der sich anscheinend nur eine Baustelle befand. Also war Rückzug angesagt. Fast schon aus der Tür fanden wir dann unser neues Hobby: Mitglied werden im Players Club. Diese kostenlosen Clubs sind quasi das Payback für Spieler in Vegas, nur das jedes Hotel natürlich sein eigenes Süppchen kocht. Das Prinzip ist immer das gleiche. Anstellen, ID vorzeigen, für den Fall das  man einen Namen mit Umlauten hat wie z. B. Björn seinen Namen buchstabieren, sodass auch der durchschnittliche Amerikaner ihn versteht, einen PIN Code eingeben, Karte in Empfang nehmen und sich erklären lassen wo man nun überall spart. Das Highlight ist jedoch, dass jede Karte individuell mit dem Namen des Inhabers bedruckt wird, sodass diese schon einen Hauch von Exklusivität versprühen. Nachdem wir so durch unsere Mitgliedschaft im Ultimate Rewards Club ein kostensloses Desert zum Kauf unseres Menüs bei einer weltweiten Fastfoodkette mit einem großen goldenen M bekommen haben, ging es dann nochmal kurz auf Elch- bzw. Möwenjagd. Da es mittlerweile schon wieder dunkel wurde, hatten wir beschlossen eines der zahlreichen Buffets am Strip aufzusuchen. Aus kostentechnischer Sicht bot hier das Sahara das beste Angebot. Für unschlagbare 8,99$ hieß es Essen bis der Arzt kommt, dazu Cola  und alles weitere ebenfalls non-stop. Aber auch hierfür mussten wir natürlich zuerst dem Players Club beitreten. Nun gut, um 6$ p.P. zu sparen tut man sowas  ja gerne. Dazu noch die Chance mit einem kostenlosen Dreh 10000$ zu gewinnen. Hat aber leider bei uns beiden nicht geklappt. Also hieß es wenigstens 10000 Kalorien zu verputzen, was nicht besonders schwer fällt bei einer Softeismaschine am Dessert-Buffet. :-)

Als abendliche Highlight stand heute der Besuch der Fremont Street Experience auf dem Programm. Diese 460 m lange Überdachung des gleichnamigen Straße gespickt mit 12,5 Freemont1Millionen LEDs und einer 550 000 Watt Musikanlage wird zu jeder vollen Stunde zur Kinoleinwand. Und so standen wir pünktlich um 22 Uhr mit hunderten von Menschen auf dieser Straße. Und dann ging es los. Zuerst passiert das was man in Las Vegas wohl als den Supergau betrachtet. Alle Kasinos schalten ihre Leuchtreklamen ab. Schon ein beeindruckendes Bild. Dann begann das Spektakel. Zu den Queen Klassikern „We will rock you“ und “ We are the Champion“ erhellte eine phänomenale Lichtshow mit Bilder, Textauszügen und eine farbinvertierte Ausschnitt eines Brian May Gitarrensolo die Nacht. Nach gut 5 Minuten war das Spektakel dann aber auch schon wieder vorbei und „The Deuce“ (so heißt hier der Bus) brachte uns wieder Richtung Strip. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen den Hattrick zu machen und auch in unserem „Stammkasino“,dem Circus Circus“,CircusCircus1 Mitglied im Players Club zu werden. Das war dann aber auch wirklich genug für heute. Mit gefühlten 10 Meilen Fußmarsch in den Knochen heißt es heute mal pünktlich ins Bett gehen und den Tag morgen nutzen, schließlich fängt ja bekanntermaßen der frühe Vogel den Wurm … :-)

Freemont1

Campground Rating

28. Mai 2009

Tag 11-17:  Las Vegas KOA @ Circus Circus (Las Vegas,NV)
Gesameindruck: ***

1. Lage und Erreichbarkeit: ***
Direkt hinter dem Circus Circus Hotel mit freiem Blick auf den Strip
2. Ausstattung: ***
Full Hook-Ups, WiFi, Pool und ein kleiner Einkaufsladen
3. Sanitäre Anlagen: **
Etwas in die Jahre gekommen, aber allzeit sauber und gepflegt
4. Personal: ***
Ältere Damen, die immer gut gelaunt auch auf dem Campingplatz den typischen Vegas-Flair versprühen
5. Kosten:
zwischen 45 und 65 USD pro Nacht *


Strip Meals

28. Mai 2009

Leider gerät unser Tag/Nacht-Rhythmus durch die vielen Lampen hier ein wenig durcheinander. Frühstück und Mittagessen verschmelzen meist zu einer  Einheit bestehend aus 2 Scheibenbrot mit Belag nach Wahl.

Zur Abrundung gibt es dann abends wie gewohnt etwas warmes:

Vorgestern waren es (selfmade) Hot Dogs, gestern All you can eat von Buffet im Sahara Hotel.

Naja mal sehen wie sich das so fortsetzt …